Bewußtsein (Gesinn)
Bewußtsein (Gesinn) ist die Eigenschaft der höchstentwickelten
informationsverarbeitenden Systeme, insbesondere des Menschen
und offensichtlich einiger Tierarten.
Daß diese als informationsverarbeitend bezeichnet werden, besagt
keine Äquivalenz zu Rechnern, insbesondere keine Äquivalenz
zur sogenannten Turing-Maschine,
dem abstrakten Modell des Digitalrechners.
Das Wort "Gesinn" haben wir komplementär zu "Gehirn" gewählt,
da "Bewußtsein" das Gemeinte begrifflich zu sehr einengt.
Gesinn läßt Unbewußtes, Transzendenz, Metaphysik und Gott zu.
Zum Gesinn gehören:
- Intelligenz, d.h. kognitive Fähigkeit
- die Fähigkeit zur Unterscheidung der Umwelt von sich selbst.
- Polykontexturalität, d.h. die Existenz voneinander unabhängiger, NICHT
gemeinsam sequentiell abbildbarer Sinnprozesse. Sequentialäquivalenz ist leider
eine prinzipelle Beschränkung heutiger Rechner, insbesondere auch der
digitalen Neuronennetztechnik.
- Transzendenz, die selbstreflexive Fähigkeit,
auch die Erkenntnis von sich und der Umwelt zu erkennen. Damit verschwindet der
Gegensatz Geist/Materie.
- Wille (Volition), d.h. der Antrieb, die Umwelt und sich selbst zu verändern.
- Sinnprozeßfähigkeit, die Fähigkeit, diesen Antrieb umzusetzen (z.b. sprachlich).
Inwieweit ein eigener (biologischer) Körper, damit Qualia (Gefühls- und
Körperzustände), eine kommunizierende Gruppe Gleichartiger (Gesellschaft), Sprache
sowie das Göttliche zu einem bewußten System notwendig dazugehören,
ist nicht geklärt. Alle bewußten Systeme, die wir bisher kennen,
haben jedoch diese Eigenschaften.