GMI
Technische Informatik
Mathematische Intelligenz
Eigenschaft der Materie in unserem Universum, von einem Zustand
niederer Ordnung in einen Zustand höherer Ordnung zu streben. Dies wirkt
dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik
entgegen und geht einher mit einer Reduktion der Komplexität - besser:
mit einer Verlagerung der Komplexität aus einem System heraus aufgrund
Zunahme seiner Struktur. Wenn diese Strukturzunahme jedoch selbst zu
Einführung neuer Komplexität führt, gerät die Evolution in diesem System
erneut in Bedrängnis gegenüber dem 2. Hauptsatz.
Ziel der Mathematischen Intelligenz
ist es, Komplexität in konkreten Systemen zu objektivieren
und anschließend zu reduzieren.
Darin unterscheidet sie sich von der "Neuen Künstlichen Intelligenz",
die versucht, künstliche Systeme für "evolutionär"
zu erklären (ohne zu definieren, was das ist), und sie anschließend
"machen zu lassen" - unter Inkaufnahme der "Nichtverstehbarkeit".
Alle wissenschaftlich-technischen Ansätze, die auf Veränderung ohne Verstehbarkeit
beruhen, halten wir deshalb in einer Epoche großer Wirkung der daraus
hervorgehenden Systeme (Virtuelle Realität, Atombombe, Genmanipulation) für gefährlich.
Merke: Mit Evolution ist hier nicht die biologische Evolution
nach Darwin gemeint, sondern diejenige, von der Ilya Prigogine sagt: Wenn
es einen Stein gibt, muß es auch eine Zivilisation geben.
Für beide Sichten gilt jedoch: Aus der Evolution als Naturgesetz
ergibt sich NICHT unsere Existenz, alle ihre Erscheinungsformen
und Konsequenzen, aus dem Zustand des Urknalls heraus.
Unter bestimmten Bedingungen
bewirkt sie, daß sich ein bestimmter Zustand aus einem vorigen ergibt.
Dazwischen liegen jedoch in der Mehrzahl Zustände und Vorgänge, deren
Existenz und Ergebnis sich prinzipiell nicht wissenschaftlich
voraussagen läßt oder jemals lassen wird. Das Entstehen unserer Spezies
und unserer Kultur als Folge von Zuständen nach dem Urknall wäre,
wenn man sie nur mit den Mitteln der Wissenschaft inklusive der Evolution
begründen wollte, absurd.
Siehe auch Freiheit.
Anerkennung der Evolutionstheorie widerspricht somit nicht der Anerkennung Gottes,
im Gegenteil.